Kirchengemeinde Kirchwistedt

Die Kirchengemeinde Kirchwistedt hat derzeit etwa 1090 Gemmeindemitglieder. Zu ihr gehören die Orte Brillit und Volkmarst, sowie alle zur Ortschaft Kirchwistedt gehörenden Ortsteile.

1496576603.xs_thumb-
1545210078.medium_hor

Bild: Hans-Christian Brandy

Gott spricht: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ Psalm 34,15

Ein Spätnachmittag bei einem älteren Ehepaar. Wir sprechen über das, was ihr Leben geprägt hat. Diese Generation, die noch im Krieg geboren ist, hat eigene Erinnerungen an das, was Menschen in Europa sich an Gewalt angetan haben. Mitten in die Lebenserzählung hinein sagt der Mann: „Damit Sie es wissen, ich bin ein Europäer deutscher Abstammung. Das ist mir wichtig in diesen rauen Zeiten.“

Ich fand diesen Satz stark. Er erinnert daran: Die Europäische Union ist nach den schrecklichen Kriegen der letzten Jahrhunderte ein großes und höchst erfolgreiches Friedensprojekt. 500 Millionen Menschen leben in Freiheit und Frieden. Das ist überhaupt nicht selbstverständlich, wie uns der Blick in die Geschichte zeigt. Bei allen politischen Einzelfragen, die man diskutieren kann: Für dieses Friedensprojekt gilt es unbedingt einzustehen.

Nach der Bibel ist sehr klar: Gott will Frieden für seine Welt, für seine Ge-schöpfe. Natürlich lesen wir in der Heiligen Schrift auch schreckliche Geschichten von Krieg und Gewalt, auch im Namen Gottes. Aber hier gibt es eine breite innerbiblische Kritik. Und am Ende ist klar, wozu die Jahreslosung uns ermutigt: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ Mit dem Glauben, mit Gott dürfen niemals mehr Gewalt und Krieg begründet werden. Jesus hat in der Bergpredigt die Ermutigung mit einem tiefen Zuspruch verbunden. 

„Selig sind die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen“ (Matthäus 5, 9). Friedensbotschafterinnen und – botschafter zu sein ist uns als Christen-menschen also aufgetragen. Das kann am Familientisch geschehen, an dem es ja keineswegs immer friedlich zugeht, aber auch überall im Alltag: Im versöhnlichen Umgang miteinander, wenn man nicht immer Recht behalten muss. Oder im mutigen Widerspruch gegen rassistische Sprüche oder gegen persönliche Herabsetzungen im Internet. Ein friedliches Miteinander ist derzeit vielfältig gefährdet. Da sind wir als Christen je an unserem Ort gefragt. Unsere Landeskirche hat sich 2016 dem friedensethischen Prozess „Kirche des gerechten Friedens“ angeschlossen, in dem viele Kirchen in der welt-weiten Ökumene mitarbeiten. Konkret wird dies bei uns etwa an sechs Friedensorten, die unsere Landeskirche fördert und von denen einer direkt vor unserer Haustür

liegt. In der Gedenkstätte Lager Sandbostel, dem ehemaligen Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager „Stalag XB“ in der Nähe von Bremervörde, wo man auch optisch noch etwas von den Schrecken des Krieges wahrnimmt. Hier wird erfolgreich und kompetent friedenspädagogische Arbeit geleistet. Kirchliche Gruppen, Schulklassen und Firmen können hier viel für den Frieden lernen und wichtige Erfahrungen machen.

Im Hebräischen heißt Frieden „Schalom“. Damit ist weit mehr gemeint als die Abwesenheit von Krieg und Gewalt. Schalom meint Heil, Ganz-Sein, unversehrtes und gelingendes Leben. Gottes Verheißung des

„Schalom“ begründet die unverbrüchliche Hoffnung darauf, dass eines Tages „Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Frieden sich küssen“ (Psalm 85,11). Wir können als Menschen diesen umfassenden „Schalom“, diesen Frieden nicht herbeizwingen, ihn noch nicht einmal schaffen. Aber wir vertrauen auf Christus, der uns auch im Jahr 2019 zusagt: „Meinen Frieden gebe ich euch“ (Johannes 14,27). Im Vertrauen auf Gott stehen wir für Frieden ein, denn wir haben heute und morgen den klaren Auftrag, den Frieden zu suchen und ihm nachzujagen. Bei uns, in Europa und weltweit.

Landessuperintendent für den Sprengel Stade Hans-Christian Brandy

1496576603.xs_thumb-

Über 100 Jahre alte Linden mussten gefällt werden

Weil sich ein Brandkrustenpilz in den Bäumen neben der Kirchwistedter Kirche eingenistet hatte, und damit die Standsicherheit erheblich herabgesetzt wurde, mussten zwei Linden gefällt werden. 

Bereits im August, während eines kurzen Orkantiefs, ging eine Linde zu Boden und verfehlte nur knapp das Kirchengebäude. Dass die Bäume mit dem gefährlichen Brandkrustenpilz befallen waren, fiel einem Baumgutachter während der Erstellung des Baumkatasters innerhalb der Gemeinde Beverstedt auf. Am 19. November rückte Baumfäller Manfred Poppe aus Oese mit seinem Merlo, einem Teleskopradlager mit Greifzange an. Innerhalb von sechs Stunden war die Fällaktion beendet. 

Die Ansicht zur Johannes-der-Täufer Kirche hat sich verändert. In der Kirche ist es heller geworden. Auch wenn es für einige Kirchwistedter ein schmerzlicher Verlust sein wird. Der liebe Gott hatte bereits im August seine schützende Hand ausgebreitet, und die Kirche verschont. Diese Fällaktion war unumgänglich. Die Bilder zeigen es deutlich, wie beschädigt die Bäume waren. 

Manfred Poppe ist öfter im Kirchenkreis Bremervörde- Zeven unterwegs. ,,Es werden nicht die letzten Bäume sein, von denen wir uns verabschieden müssen“, betont Poppe. Sicherheit geht immer noch vor Natur-und Denkmalschutz. (khe)

Bild: Käte Heins

1496576603.xs_thumb-

Gerade noch eimal gut gegangen!!!


Ungefähr fünf Meter neben der Kirche ging am Donnertag, 9. August, 
während des kurzen, aber hefigen Orkans, die zweite Linde zu Boden.

Hier hat Gott noch einmal seine schützende Hand über die Kirchengemeinde 
gehalten. (Käte Heins)

1535375661.medium

Bild: Käte Heins

1496576603.xs_thumb-

Wahl zwischen Gottesdienst und Abendandacht

In Kirchwistedt können Christen zwischen Gottesdienst und Abendandacht wählen.

In der Landeskirche gibt es immer mehr unbesetzte Pfarrstellen. Dieses hat wiederum zur Folge, dass die traditionellen Gottesdienste am Sonntagvormittag um 10 Uhr in den letzten Jahren immer weniger werden. Ebenfalls stark rückläufig ist der Anteil der Gottesdienstbesucher - während die Abendandachten im Kirchwistedter Gemeindehaus eine gute Resonanz verzeichnen können . 

Woran liegt es? Warum kommt diese Art, seinen Glauben zu leben und zu erleben bei den Menschen in der Gemeinde so gut an? Ist es die Musik? Sind es die Gastredner, die meistens über ein Wunschthema des Vorbereitungskreises referieren. Oder ist es einfach das lockere, gemeinsame Miteinander bei Kaffee, Tee und Keksen. Natürlich sind der ehemalige Gemeindepastor Kay Oppermann und Superintendent Wilhem Helmers gute Zugpferde, wenn es darum geht das Gemeindehaus zu füllen. Es bedarf auch relativ wenig Vorbereitungszeit, diese Art der Andacht auf die Beine zu stellen. Kaffeetafel vorbereiten, etwas Blumendekoration und Kerzen auf die Tische. Liederhefte, Musikbegleitung– und schon kann es losgehen.                                                                                            

Anders beim Gottesdienst, mit der traditionellen Liturgie unserer Landeskirche. Hier bestimmt das Kirchenjahr den Ablauf des Gottesdienstes. Pastoren, Lektoren, Organisten und Küster verbringen einige Stunden in der Woche damit, sich auf den nächsten Gottesdienst vorzubereiten. Zeit, die dem Kirchenkreis eine Menge Geld kostet. Pastor Manfred Schmeißer brachte es in einem der letzten Gottesdienste auf den Punkt, als er seine Predigt mit folgendem Satz begann. Er erzählte, von einer Begebenheit in einem sonntäglichen Gottesdienst. Der Pastor tritt an die Kanzel und begrüßt die Gemeinde. Er blickt in lauter leere Bankreihen. Bis sich aus der letzten Reihe sich eine einzelne Stimme meldet und sagt, 

,, Guten Morgen, mein Name ist Brigitte“. Übrigens, auch in unserem Kirchenkreis längst keine Seltenheit mehr. Während die ältere Generation der über Siebzigjährigen, noch  regelmäßigen an den Gottesdiensten in der Kirche teilnimmt, vermisst man hier die Generation vierzig Plus. Ein Phänomen, welches auch Superintendent Helmers während der Abendandacht im Juli erzählte. Er war allerdings sehr überrascht darüber, dass so viel Männer an der Andacht teilnahmen. Die fehlten sonst in den Gottesdiensten. 

Einen Satz den Pastor Oppermann den Besuchern im Juni mit auf den Weg gab lautete, ,, Zuhause ist ein Ort, wo jemand auf mich wartet“. Noch werden die Türen der Kirche am Sonntag geöffnet. Noch ruft uns der Klang der Glocken und die Königin der Musikinstrumente, unsere Röver-Orgel stimmt in den Gottesdienst ein. Immer neu, oft vertraut. Gottesdienst in unserer Kirchengemeinde.                      

Text Käte Heins

1496576603.xs_thumb-

Abendgottesdienst im Juli


,,Gott des Himmels und der Erden". Dieser Liedtext habe in für sein Leben geprägt. Superintendent Wilhelm Helmers nahm die Besucher gedanklich mit in das 
Haus seiner Großeltern. Immer wieder wurde dieserText zusammen mit den Großeltern gebetet,wenn er in Leer zu Besuch war, erzählte Helmers.

Was für Oma und Opa wichtig war, wurde irgendwann auch für ihn wichtig. Wir müssen Ausschau halten nach Menschen, die ihren Glauben so  leben,dass man von denen lernen kann, regte Superintendent Helmers an. (Käte Heins)
1531341656.medium

Bild: Käte Heins

1496576603.xs_thumb-
Abendgottesdienst im Juni

Pastor Kay Oppermann war im Juni zu Gast im Kirchwistedter Gemeindehaus. Das Thema - Psalm 84. Ein Psalm, der das Haus Gottes besingt. Was ist mein Zuhause? Was gehört zu einem guten Zuhause?

Zuhause ist ein Ort, wo jemand auf mich wartet. Auch mal aushalten, wenn das Schöne nicht da ist. Das Werden und  Vergehen als guten Lebensrhytmus akzeptieren. Dieser Abend gab den Besuchern eine Menge mit auf den Weg. (Käte Heins)
1531341528.medium

Bild: Käte Heins

1496576603.xs_thumb-

Einführungsgottesdienst in der Johannes - der - Täufer Kirche

Kirchengemeinde wirbt noch um Kirchenvorsteher in der Region Brillt

Richtige Entscheidungen treffen und positiv in die Zukunft schauen, auch 
wenn es manchmal schwierige Probleme zu bewältigen gibt. Mit der 
richtigen Navigation sollte es gelingen , den richtigen Weg zu finden. 
Mit diesen Worten machte Pastorin Sabrina Lerch den neuen 
Kirchenvorsteherinnen und Vorsteheren während des feierlichen 
Gottesdienstes Mut für die nächsten Jahre. Auch wenn Bianca Michaelis 
und Kerstin Kück in Abwesenheit aus ihrem Amt verabschiedet wurden, 
hoffe Sabrina Lerch doch , dass sie der Gemeinde auf andere Weise 
verbunden bleiben. Zur Zeit fehlen im Kirchenvorstand noch zwei 
Mitglieder, die bis zum Jahresende berufen werden können.

Der langjährige Kirchenvorsteher Hermann Oerding möchte gerne junge Menschen 
dazu bringen, sich im Kirchenvorstand zu engagieren. Denn wohin der Weg 
einer Gemeinde in den nächsten Jahren geht, dass entscheidet vor allem 
der Kirchenvorstand.(khe)

Bild:  Pastorin Sabrina Lerch mit dem neuen Kirchenvorstand v. li. Sabine 
Schumacher, Dieter Lohsen,  Helma Hildebrandt, Hermann Oerding und Herma 
Hühnken.
1528124014.medium

Bild: Käte Heins

1496576603.xs_thumb-

Den Mond wollt ich dir schenken

Musik und Lyrik mit Kathrin und Simon Bellett. 

Maler und Dichter haben sich von jeher durch die Kraft des  Mond inspirieren lassen. Sie haben bekannte Filmmelodien, Abendlieder und jede Menge Gedichte zusammengetragen. Herausgekommen ist ein Konzert, welches keine Wünsche offen lässt. ,, Wir wollten zum ersten Mal ein gemeinsames Programm  machen", erzählte Simon Bellett.  Auftakt der Tournee 

,, Den Mond wollt ich dir schenken" war das Konzert in der Johannes - der - Täufer Kirche in Kirchwistedt. Mondlaternen, Gitarre, Querflöte, Harfe  und Dudelsack. Der Vollblutmusiker hatte jede Menge Intrumente dabei. 60 Besucher  hatten in der Kirche platz genommen, als Simon Bellett die Mondscheinsonate von Ludwig von Beethoven auf dem E - Piano anstimmte.  

Von Erlebnissen aus Tansania berichtete das Ehepaar Bellett. Dort erscheint der Mond am nächtlichen Himmel, als eine liegende Sichel.  Erinnerungen an eine Mondnacht auf Helgoland wurden wach, als Kathrin Bellett das allseits bekannte Gedicht von James Krüss ,,Dunkel war´s, der Mond schien helle" zum Besten gab. Ob es der Swing, des Liedes ,,Fly me to the moon" oder der Wassermann, aus dem Musical ,,Hair", mit der voluminösen Stimme von Kathrin Bellett gesungen, oder ,, Claire du Lune" von Claude Debussy.  Zart und voller Harmonie auf dem Piano gespielt. 

Es klang wie eine Traumreise durch den nächtlichen Himmel. Gemeinsam wurde mit dem Publikum das bekannte Lied ,, Der Mond ist aufgegangen" angestimmt. Ohne Zugabe kam das Duo nicht davon. ,,Diesen Dudelsack habe ich mir erst kürzlich gekauft", berichtete Bellett, ,,mal sehen ob etwas raus kommt", scherzte er.  Kein Problem für den Vollblutmusiker. 

Mit ,,Amazing Grace" spielte er sich sofort  in die Herzen des Publikums. Zum Schluß gab es den Songtext von Tom Walker ,, Light on" , gespielt von Simon Bellett (Gitarre), Christin Förstera (Geige) und Kathrin Bellett (Harfe). (khe)
1523914610.medium

Bild: Käte Heins

1496576603.xs_thumb-

Frühaufsteher halten Gottesdienst die Treue


Zum traditionellen Frühgottesdienst um 6 Uhr versammelten sich 25 
Gottesdienstbesucher in der Johannes - der - Täufer Kirche in Kirchwistedt.

Die Gottesdienstbesucher sitzen in der dunklen Kirche und warten.

Pastor Manfred Schmeißer in seinem weißen Talar trägt die brennende 
Osterkerze. Gemeinsam mit Hermann Oerding, Helma Hildebrandt, Sabine 
Schumacher und Herma Hüncken wird die Kerze mit dem Gesang ,, Christus 
ist das Licht" zum Altarraum getragen. Die Kerzen auf dem Altar und die 
Handkerzen der Gottesbesucher werden angezündet. Langsam wird es hell im 
Gotteshaus. Es ist still.

Der Gottesdienst beginnt mit dem Lied ,,Christ ist erstanden". Danach folgt die Osternachtliturgie. Draußen wird es ebenfalls hell. In der Ferne kräht ein Hahn. Nach dem Gottesdienst erwartet die Besucher ein leckeres Osterfrühstück im Gemeindehaus.

(Autorin: Käte Heins)
1522610985.medium

Bild: Käte Heins

1496576603.xs_thumb-

Neuer Pilgerweg

Der Raum der Stille in der Gnarrenburger Kirche ist Mo. bis Fr. von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Da die Tür klemmt, muss man sie mit Kraft öffnen.

DerTeilabschnitt von Gnarrenburg nach Brillit ist durchdacht. Im Frühjahr werden die Stationstafeln mit Worten von Paulus aufgestellt. Zurzeit wird am"Raum der Stille" im Kellerraum der Brilliter Kirche gearbeitet. Wer Lust hat mitzuarbeiten, kann sich gerne bei lrene Wellbrock (Tel. 04763-939213) melden.

Das Pilgerwegteam bedankt sich bei allen Spendern für die Unterstützung. offizielle Einweihung und Einsegnung des Pilgerweges am 24. Juni 2018 vormerken.

1521299144.medium

Bild: pixabay.com

Weitere Posts anzeigen